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Chronik der Kosaken

Es begann am letzten Sonntag der Wallensteinfestspiele 1994!
Der Sonntag war fast zu Ende, das Wetter war gut und unser Kroatenlager am Weiher überfüllt, wie immer.
Es gab Streit im Lager der Kroaten.
Was war passiert?    Nur Kinderkram ?
Auf alle Fälle war es so schlimm, dass die Gruppe in zwei Lager gespalten war.  
Was nun!
Unser Hauptmann wollte mit einigen Mitgliedern unserer Gruppe nicht weiter machen, es war nicht möglich eine Einigung herbeizuführen.
Im Laufe des Jahres 1994 waren mehrere Sitzungen und Aussprachen geführt worden, aber es kam keine Versöhnung zustande.
Wir hatten bereits das Jahr 1995!
Ein Großteil der Mitglieder hatte sich mittlerweile vom Hauptmann distanziert. Man war sich einig, wenn es weiter gehen soll, muss eine neue Gruppe gegründet werden.
Der Vorstand des Wallensteinvereins Altdorf war  damit einverstanden.
Ein Problem gab es aber noch: welchen Namen sollte die neue Gruppe haben?
Gab es noch irgendeine Heerschar, die im Dreißigjährigen Krieg mit Wallenstein gekämpft hat?
Es wurden in dieser Sache Unterlagen und Chroniken gewälzt, gelesen und geforscht, bis man fündig wurde.
Es gab tatsächlich noch eine Gruppe.

Es waren die Kosaken!

Die Kosaken waren in den Chroniken erwähnt worden.

Die Kosaken ließen sich als Söldner von Wallenstein anheuern.

Alle waren einverstanden mit dem Namen.
Nun konnten die "Altdorfer Kosaken" offiziell im Jahr 1995 gegründet werden.

 

 

Die Gründer warenWerner G., Ferdinand S., Franz K., Wolfgang M., Wolfgang St. Kurt Ma., Klaus, M., Thomas S., Gisela G., Ingrid P., Brigitte, Anja S.,Angelika M., Beate K., Claudia Me., Claudia Ma., Anja K., Lena S., Max S.,

Nach der  Gründung  ergab sich dann sofort eine neue Schwierigkeit.
Wir hatten keine Requisiten und kein Geld. Unsere Gelder und Ausstattung
war noch in der Hand des früheren Hauptmannes.

Die Überlegungen, Verhandlungen, Diskussionen fingen von vorne an. Es war fast unmöglich, eine gerechte Teilung vorzunehmen.
Es wurde jedoch mit Unterstützung des Vorstandes des Wallensteinvereines eine Lösung gefunden. Es war ganz einfach. Wir waren uns einig! Die Kroaten behalten alle Requisiten und die Kosaken bekommen das Geld. Jetzt konnten die Kosaken erst richtig loslegen, denn die Zeit verging schnell und die Wallensteinfestpiele 1997 rückten immer näher.
1996 konnten wir dann bereits an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, wie zum Beispiel das Sehusafest in Seesen und der Erntedankfestzug in Fürth!

Die Vorbereitungen der Wallenstein-festspiele waren in den  Jahren 1996 und 1997 in vollem Gange. Neue Mitglieder haben sich für unsere Gruppe interessiert, unter anderem ein Schreiner.
Er war natürlich herzlich willkommen. Es wurden Tische und Bänke gezimmert, Zelte gekauft und zeitgemäß gestaltet. Wir hatten sogar in den vorhandenen geschichtlichen Unterlagen Informationen über neue Uniformen gefunden, die sich unsere Männer selbstverständlich schneidern ließen.

Eines war allen klar, es war uns nicht genug, wenn wir uns nur alle drei Jahre zusammenfinden. Es wurde beschlossen, jeden 2. Freitag des Monats einen Stammtisch abzuhalten.
Das war gut, denn der Zusammenhalt der Kosaken war unbeschreiblich gut und die Gruppe hat sich noch enger zusammengehörig gefühlt.
In der Vorbereitungszeit für die Wallensteinfestspiele 1997 wurden alle mit bestimmten Aufgaben betreut, die beim Stammtisch abgesprochen wurden.
Ein kleines, aber wichtiges Problem hat es dann schließlich kurz vor dem Wallensteinfest  doch noch gegeben: wo wird unser Lager sein?
Auch hier war der Wallensteinvorstand  gemeinsam mit der Stadt Altdorf sehr entgegenkommend. Es wurde beschlossen, der Roßweiher wäre doch  ideal für uns!
Endlich waren jetzt wirklich alle Probleme beseitigt! Die Festspiele konnten beginnen!

Die ersten Wallensteinfestpiele mit der neuen Heerschar der Kosaken im Jahre 1997.
Nachruf Werner Gundel
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